Yoga
Mein Stil setzt sich aus Stilelementen des Zen und der ebenfalls Jahrtausende alten Kunst des Yoga zusammen: Zen Yoga also. Zwei Elemente, und zwar starke Hingabe und Intensität und absolute Ent-Spannung und Stille, stehen dabei im Vordergrund, ergänzen sich und ergeben als Gegensätze zusammen Eins, nämlich Zen Yoga. Dieser Stil legt 100%ige Hingabe an kraftvolle Asanas und körperliche Herausforderungen zugrunde, setzt aber gleichzeitig oder zeitversetzt Elemente der tiefen Stille, Entspannung und Wahrnehmung ein.
Was verstehst DU unter "Yoga"?
Ich freue mich darauf, deine Antwort einmal persönlich zu hören. Was immer du dabei antwortest, vielleicht magst du dir noch einmal vergegenwärtigen: Die Praxis hat immer eine tiefere Komponente als das, was wir in ihr sehen. Die Wahrheit liegt immer in einem größeren Zusammenhang hinter dem, was wir wahrnehmen. Gleich, ob du in Yoga eine gymnastische Übung, körperliche Ertüchtigung, mentales Training oder eine Entspannungstechnik siehst: Du kannst immer Aspekte erkennen, die über das hinausgehen, nicht wahr?
Was meine ich damit? Nun, dieses Universum besteht aus etwa hundert Milliarden Galaxien. Jede davon besteht aus Tausenden von Sonnensystemen. Um die meisten Sonnen kreisen Planeten. Alles ist choreografiert wie ein riesiger astronomischer Tanz. Alles ist im Einklang miteinander und aufeinander abgestimmt. Die Wissenschaft war lange der Meinung, das alles sei ein quasi zufällig entstandenes Sammelsurium von Gesteinsbrocken, die ebenso zufällig nach einem ursprünglichen Ereignis - dem Urknall - durch das All rasen und sich eben zufällig in dieser Ordnung wiederfanden. Mehr und mehr kommt man auch hier zu anderen Erkenntnissen. Wenn man diese riesige Ordnung auf sich wirken lässt, könnte einen die vage Ahnung überkommen, dass das alles vielmehr wirkt wie die unbeschreiblich schöne Schöpfung einer unbegreiflichen Intelligenz. Findest du nicht?
Alles also nur eine vage Ahnung? Das System des Yoga hat vor mehreren tausend Jahren Asanas (Körperhaltungen), Pranayamas (Energielenkung mittels Atem), Mudras (Energielenkung mittels (Finger-)Haltungen) und Bhandas (Energieverschlüsse) erschaffen (auch für Mantras, Yantras und Tantra gilt dies), die es uns ermöglichen eben diese unbegreifliche Intelligenz unmittelbar zu erfahren. Damit unsere Körper (physischer, mentaler und energetischer Körper und noch zwei mehr) zu einem hingebungsvollen Teil dieses Tanzes werden. Solltest du diese Techniken praktizieren, öffne dich jedes Mal für die unbegreifliche Intelligenz, die dahinter verborgen sein mag. Gebe dich jedem einzelnen Asana hin, als ob es das Letzte oder Heiligste ist, was du tust.
Denn dann könnte die Ahnung von einer tiefer liegenden Ordnung zu einer Erfahrung werden. Das wünsche ich dir. Von Herzen.